Sonntag, 28. September 2014

Ending internship, starting holidays

Seit einer Woche ist nun auch mein Liebster bei mir in Kapstadt. Am ersten Wochenende hat er sich getraut, den Tafelberg mit einigen Freunden und mir zu erklimmen. Auch für ihn war es nicht einfach, aber letzten Endes konnte auch er stolz auf sich sein, dieses Hindernis erfolgreich gemeistert zu haben. 
Leider bin ich danach sofort wieder krank geworden und lag fast die gesamte Woche flach. Zur Arbeit konnte ich mich dennoch aufraffen, um meine letzte Woche nicht zu verpassen.

Am Freitag war es dann soweit: ich beendete mein Praktikum. Das heißt zugleich: das Ende meines Aufenthaltes in Kapstadt nähert sich dem Ende. Es war ein sentimentaler Tag für mich...wer hätte das gedacht.
Ich bekam zum Abschied einen Kuchen und ein Buch von meinen Kollegen geschenkt, in dem jeder der Kollegen etwas Persönliches für mich nieder geschrieben hat. Ich bekam für meine Arbeit dort ein unglaublich gutes Feedback, was mich in meiner Berufslaufbahn und dem Lebensweg, den ich eingeschlagen bin, sehr bestärkt hat. Ich hatte eine tolle Zeit beim Praktikum, auch wenn der Umgang mit den Patienten nicht immer einfach gewesen ist.

An dem Tag gab ich außerdem meinen alten Schrotti, den City Golf, seinem Besitzer zurück und wir holten unseren neuen Wagen von der Autovermietung ab. Es ist ein völlig neues Lebensgefühl, in einem sicheren Fahrgestell unterwegs zu sein und ich trauere Schrotti keine Träne nach, auch wenn wir amüsante Zeiten hatten :)

Wir fuhren nach Hout Bay zum Bay Harbour Market und genossen bei einem Glas Wein und köstlichem Essen eine tolle Live Band, die den Abend perfekt ausklingen ließ und ich nicht mehr aufhören wollte zu tanzen. Zugleich war ich aber sehr traurig, denn ich wusste, es war vorerst das letzte Mal, dass ich diesen Markt betrete und die tolle Umgebung mit all den Menschen genießen werde. Es wird langsam Zeit, Abschied von Kapstadt zu nehmen :(
Uns bleibt nun noch ein Tag hier, den wir voll und ganz auskosten wollen.  Und danach heißt es - weiterziehen, denn schließlich hat unser Urlaub gestern begonnen!

Tag 1 - West Coast National Park

Der erste Urlaubstag fing leider ganz und gar nicht gut an - ich zog aus meiner WG aus und die Vermieterin kam, um mir die letzte Abrechnung zu geben. Da ich bereits vorher die Erfahrung mit ihr gemacht habe, dass sie mit allen Mitteln versucht, mehr Geld herauszuschlagen, habe ich Böses geahnt. Und mein Gefühl gab mir Recht: denn plötzlich meinte sie, mir noch eine Monatsmiete für den Juli abziehen zu müssen, obwohl ich nur eine Woche dieses Monats in dem Haus verbracht habe. Sie ließ nicht mit sich diskutieren und da diese Frau unberechenbar werden kann, blieb mir nichts anderes übrig, als zu zahlen. Willkommen in Afrika dachte ich nur.

Wir ließen uns trotz alledem nicht den Tag von dieser Person kaputt machen, zogen in ein hübsches kleines Guesthouse in Sea Point und fuhren anschließend ins etwa 120km entfernte West Coast National Park. Die Flora und Fauna war einfach atemberaubend und das Beste daran - wir waren nahezu die einzigen Besucher, fernab vom Tourismus. Unseren ersten Halt machten wir an der Langebaan, einer wunderschönen großen Lagune. Wir hatten fast den gesamten Strandabschnitt für uns alleine und genossen die Ruhe und das warme türkise Wasser. Die Sorgen waren nun alle vergessen.
Anschließend fuhren wir weiter Richtung Postberg und Tsaarsbank und begegneten vielen Straußen, braun gestreiften Zebras, Schildkröten und einigen Tieren, die wir bisher noch nicht einordnen konnten :D

Postberg 

Langebaan




Auf dem Heimweg machten wir Halt am Bloubergstrand, um die Kitesurfer im Meer zu bestaunen und den Sonnuntergang zu genießen. Zum Abschluss des Tages ging es dann in ein kleines gemütliches Bistro in Sea Point mit toller Live Musik und erstaunlich gutem Essen.
Fazit: Was Anfangs mit einem hektischen und nervenaufreibenden ersten Urlaubstag begann, entwickelte sich zu einem perfekten und romantischen Tag.

Blouberg Beach

Tag 2 - Lions Head 

Oh wie schön war es heute morgen in einem großen sauberen Bett aufzuwachen und sich das Bad nicht mit 4 Mitbewohnern teilen zu müssen. Wir standen erholt um 8 Uhr morgens auf und genossen ein tolles und langes Frühstück im Guesthouse. Wir sind absolut begeistert von dem Gastgeber, der den ganzen Tag mit Rat und Tat zur Verfügung steht und für ein familiäres Feeling sorgt. Schade, dass wir am Dienstag schon weiterziehen müssen.
Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zur Sea Point Promenade, an der gerade ein Marathonlauf stattgefunden hat. Die Promenade erinnert mich ein wenig an Venice Beach in L.A. Es gibt hier viele Sportler, die täglich - umgeben von Palmen und dem Meer - joggen gehen. Für die Bodybuilder gibt es im Freien eine kleine Fläche mit diversen Trainingsgeräten - das Open Air Gym. Auch ich habe mich an den Geräten probiert und sie für gut befunden ;)

Sea Point Promenade

Nach dem sportlichen Workout fuhren wir Richtung Signal Hill, wo wir eine Freundin trafen und gemeinsam und zum letzten Mal den Lions Head eroberten. Ich werde diesen wahnsinns Ausblick und das Workout vermissen! Wir machten ein kleines Picknick an einem der Felsen und hikten nach 2 Stunden herunter, um den Tag in einem Café in Gardens gemütlich ausklingen zu lassen.

Lions Head









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